Die Schlacht bei Mollwitz

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Heute vor 277 Jahren fand die Schlacht bei Mollwitz statt.

Die Schlacht war eine der denkwürdigsten des Jahrhunderts, weil hier zwei kleine Heere das Schicksal von Schlesien entschieden, und weil die Truppen des Königs sich dabei einen Ruhm erwarben, den weder Zeit noch Neid ihnen entreißen können.

Ausgewählte Werke Friedrichs des Großen, Erster Band.

 

Lüttichau und das Blind’sche Attentat

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Angeblich hat nicht nur Bismarck an Gottes Gnade geglaubt (Graf von Lüttichau in einem Brief von früh 1866).

Schüsse_auf_Otto_von_Bismarck

In Berlin hatte gerade das Blind’sche Attentat auf den Grafen Bismarck sich ereignet, wobei letzterer den Verbrecher selbst an der Kehle gepackt und ihn mit festem Arm der Polizei übergeben hatte. Graf L. schreibt an jenem Tage, es ist noch vor Ausbruch des Krieges:

“Ich kann mir nicht helfen, aber es sieht aus, als wolle Gott dieses Werkzeug in Seiner Hand (Bismarck) noch zur Durchführung großer Pläne benutzen, ehe Er ihn zu sich ruft. Mögen diese Pläne zum Ruhme unseres Vaterlandes ausfallen!”

Maximilian Graf von Lüttichau, ein treuer Diener eines iridischen und himmlischen Königs,  F. Schmidt (ca. 1911). S. 37.

Der Kinderfreund – Ein Lied

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From “Der Kinderfreund“, volume 11, 1779.

OK, not strictly Prussian, although Hanau where the book was published was annexed by Prussia after choosing the wrong side in the  Deutscher Krieg 90 odd years later. Das reicht.

Another curiosity I wanted to put online, nothing special, just für die Wissenschaft. A little song that young Karl sings to the Prince in the woods, like you do.

 

Ich bin zwar noch ein junges Blut,
Das wenig Jahre zählt:
Doch hab′ ich das an deutschen Muth,
Was mir am Alter fehlt.

Beynah ein Säugling, noch entwand
ich mich der Mutter Schoos,
Und riß mich von dem Leitungsband
Der feisten Amme los.

Der Wiege sanfte Schaukeley
Gieng mir durch Mark und Bein;
Viel Lieber lag ich nackt und frey
An rauher Luft, auf Stein.

Mir zwang kein blutig Mißgeschick,
Kein Fall ein Thränchen ab:
Weit tiefer drang ein finster Blick,
Den mir die Mutter gab.

Gespenster, Alp und Rübezahl
Hat mir nie bang gemacht;
Ich geh allein und überall
In dickster Mitternacht.

Mit Jauchzen bot ich der Gefahr
Von Fels und Wasser Trutz,
Und sucht′ auch, wo zu fürchten war,
Bez Mächtigern nie Schutz.

Nie letzte mich mehr eine Mähr,
Als von Alkmenens Sohn!
Denn mit der Schlange kämpte der
In seinen Windeln schon:

Dann die Geschicht der Heldenbrut
Von Vor- und Afterzeit,
Die ihre Brüder durch ihr Blut
Beschützet und befreyt. —

Mir ist der Pauck- und Trommelklang
Die lieblichste Musik:
Das schönste Liedchen ein Gesang
Von Angriff, Kampf und Sieg!

Mein höchster Wunsch ein muthig Roß
In Reuterkunst gelehrt;
Ein Speer, ein Fähnlein, ein Geschoß,
Ein Wehrgehenk und Schwerdt.

O daß ich noch ein Knabe bin!
Und diese schwache Hand,
Den Degen auf den Feind zu ziehn,
Nicht genug die Nerve spannt;

Nur sehn und hören muß, wie man
Sich Lorbeerkränz′ erwirbt,
Und wenn man ja nicht siegen kann,
Zum mindsten rühmlich stirbt.

Indessen, daß der Bart mir Keimt,
Spinnt man den Frieden an:
Ich habe Thaten nur geträumt,
Und andre sie gethan!

 

Der Hauptmann von Köpenick

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The Hauptmann von Köpenick was a petty crook who in 1906 dressed up as a prussian officer, commandeered some passing troops and used them to imprison the treasurer and the mayor in  Köpenick Rathaus while he escaped with the contents of the safe. Somewhat surprisingly many people, including (angeblich) the King, found this amusing and when caught he was sentenced to only four years and pardoned by the King after two. Hardly the harsh militaristic Prussian state one expects.
The small exhibition and statue at Rathaus Köpenick is one of the few things left to see that would drag me back to the post-German horror that is modern Berlin.

Anyway, the story is better explained here, and the Heinz Rühmann film from 1956 is quite amusing.

 

 

 

 

 

 

 

 

I’ve always liked the story, and finally last week found a first edition of his memoirs from 1909. 120 Euros or so, but it makes me happy.

Auf Wiedersehen, v.d. Marwitz

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For now at least.

So yesterday morning before going to work I finally finished the second volume of v.d. Marwitz’s Nachlasse (on Frederick the Great’s birthday). It’s taken me a year near enough and I’ve thoroughly enjoyed it. The mixture of personal anecdotes, important events and political commentary has been fascinating.

At the moment the main thing I’ve taken from it is the nagging thought in the back of my mind regarding the direction of our society if we’d listened to Marwitz and people like him. Could Feudalism and the Stände have been sufficiently modernised without throwing the baby out with the bathwater? We’ll never know now, even the bath is gone.
I need to study more.

Anyway, now on to “Der Tag ist Angebrochen!”, looking at things from a somewhat different perspective. Twenty odd pages in and Dulon already seems like a loon, I bet his sermons were interesting.