Karte von Königsberg – Hartknoch

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I’m working on a further post about the Vierbrüdersäule, which will follow, honestly, but whilst going through what has now turned into a large amount of material I found this delightful map of Königsberg from Hartknock’s Alt- und Neues Preußen (1684):

Ich arbeite an einem weiteren Beitrag über die Vierbrüdersäule, der ehrlich gesagt noch folgen wird. Doch während ich mich durch das mittlerweile beträchtliche Material wühlte, stieß ich auf diese reizvolle Karte von Königsberg aus Hartknocks Alt- und Neues Preußen (1684).

Unser Preußen – Video

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Vor fast fünf Jahren erwähnte ich, dass ich mehr gescannte Bilder aus meiner zerlegten Kopie von “Unser Preußen” posten würde, aber wie üblich habe ich es nie geschafft. Schließlich habe ich mich entschieden, eine kleine Video-Diashow mit einigen der Drucke zu machen. Vielleicht mache ich mehr, wenn ein paar Leute es sich ansehen…

Nearly five years ago I mentioned that I would post more scanned images from my dismantled copy of “Unser Preußen”, as usual I never got round to it.
So finally I decided to make a small video slideshow of some of the prints, I may do more if a few people watch it…

Schloß Connowedit

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Nach der Erkundung der Vierbrüdersäule scheine ich eine Faszination für Schloss Connowedit entwickelt zu haben, einen Ort, der anscheinend nicht mehr existiert. Wo ist das Time Team, wenn man es braucht?

Es scheint nicht viele Informationen darüber zu geben, aber der Eintrag in der “Historischen Abhandlung und gegründeten Nachricht von der in der Capornschen Heide, die in alten Zeiten auch die Fischhäusische Heide genannt worden ist, befindlichen berühmten Vier Brüder-Säule“, einprägsamer Titel, ist das Beste, was ich bisher gefunden habe. Ich habe den relevanten Teil hier in ein PDF extrahiert, und eine Transkription ist unten. Ich würde dieses Buch sehr gerne besitzen.


After the exploration of the Vierbrüdersäule I seem to have developed a fascination for Schloß Connowedit, a place which apparently no longer exists, where’s Time Team when you need them?

There doesn’t seem to be a lot of information about it, but the entry in “Historische Abhandlung und gegründete Nachricht von der in der Capornschen Heyde, die in alten Zeiten auch die Fischhäusische Heyde genannnt worden ist, befindlichen berümhten Vier Brüder-Säule“, catchy title, is the best I’ve found so far. I’ve extracted the relevant part to a PDF here, and a transcription is below.
I would like this book very much.


Nachricht

von dem
vesten Schloß Connowedit.

Des Schloß Connowedit, hat in alten Zeiten
zwischen Caporn und Maargen und zwar,
ohngefehr 300 Schritte von letzterem Vorwerke,
(welches in alten Zeiten Vorwerk Marien genannt
worden ist,) deicht am frischen Haff, am Walde,
auf einem hohen Berge, der wie eine Zunge in das
Haff hereingegangen und an der Wasser-Seite ganz
steil gewesen ist, gestanden
1. Man findet auch
den Namen dieses Schlosses an eben diesem Orte in
einer ganz alten Land-Carte, betitelt: Die Ge-
stalt und Gelegenheit des Landes Preussen,
wie dasselbe zu der Zeit, da es die alte heyd-
nische Preussen bewohnt hatten, ehe denn
es von den deutschen Ordens-Brüdern be-
stritten und bebauet worden ist; doch wird
dieses Schloß in dieser Carte Connobedit benannt.
Es ist also dieses Schloß schon zu heydnischen Zeiten
vorhanden gewesen, mithin muß solches in ganz al-
ten Zeiten schon erbauet worden seyn.

Zu Zeiten dieses Schlosses , welches Martin
Golin , als Befehlshaber und Beschützer vom Or-
den inne gehabt hat, sind die beyden Oerter Ca-
porn und Maargen noch nicht angebauet gewe-
sen, sondern dieses kleine, und zu damaligen Zeiten
veste Schloß, ist von der Landseite, mit einem gros-
sen starken Walde von hohen Bäumen, umgeben
gewesen, wovon noch ein Theil des Waldes, jedoch
nur von mittelmäßigem Holze und Strauch übrig
ist. Der Berg ist von der Landseite nach dem Haffe
wärts immer allmählig höher gegangen, und kann
an die 50 Fuß, von dem Wasser-Stande des Haf-
fes hoch gewesen seyn, weil der gegenwärtig übrig
gebliebene und noch vorhandene Theil des Berges
an gegenwärtigen Zelten gemessen, noch 42 Fuß und
drüber senkrecht hoch befunden ist. Nach dieser La-
ge, hat man also aus dem Schlosse Connowedit
an diesem Orte das ganze Haff, so weit das Auge
tragen kann, übersehen können, und ist das Schloß
eine kleine Veste und würkliher Schlüssel zu dem
Eingange in den Pregel gewesen; wozu in folgen-
den Zeiten, unter dem Hochmeister von Sanger-
hausen, die Erbauung des Schlosses Branden-
burg, durch Marggrafen Otten von Brandenburg,
AO. 1266. dazu gekommen ist, welches Branden-
burg schrege über Haff auf der Natangenschen
Seite gelegen, umd Connowedit auf der Sam-
ländischen Seite befindlich gewesen ist.

Der größeste Theil dieses spitzen steilen hohen
Berges selbst, wo das Schloß Connowedit ge-
standen hat, ist nach und nach durch eine Reihe von
ansehnlichen vielen Jahren, von denen Wellen des
Haffes bey Stürmen und Eisgängen abgeschlagen,
die Menge von Erde nach und nach herunter ge-
stürzt, und durch das Wasser verflächt worden, so
daß nunmehro weiter nichts als ein kleiner Theil von
diesem Berge, und zwar ein Stück des alten Be-
gräbniß-Berges, übrig ist, woselbsten zuweilen
noch gegenwärtig einige Urnen, oder Todten-Aschen-
Töpfe, und mit denenselben alte Spieße, Messer,
Ringe, Stücke von Reitzeuge, u.a. Dinge mehr,
die man in alten heydnischen Zeiten denen Todten
mitzugeben und sie damit zu verbrennen und zu ver-
scharren pfleget, entdecket und ausgegraben wer-
den
2. Es sind demnächst noch Kennzeichen von
einigen Lauf-Graben und Wallungen übrig, auch
2 spitzige kleine Berge, die entweder zur Vorpost
und Wache, sonsten auch als Eisgruben, u.s.w.
haben gebrauchet werden können, vorhanden.

Das nach und nach erfolgte Abstürzen des ho-
hen Berges, kann aller Wahrscheinlichkeit nach Ge-
legenheit zum Abbrechen des Schlosses gegeben ha-
ben; inzwischen ist aus der alten Geschichte noch nicht
ausfündig zu machen, in welchen Zeiten dieses eigent-
lich geschehen seyn kann. Wenn das Wasser im-
frischen Haff ganz niedrig ist; so kann man noch ei-
ne Menge von Fundament-Steine dieses ehemali-
gen Schlosses, die von oben herunter ins Haff ge-
stürzet sind, ganz deutlich entdecken, auch einiger-
maassen den Raum des Schlosses, welches es ein-
genommen haben kann, hiedurch bestimmen.

Dieser Ort, muß in ganz alten heydnischen Zei-
ten, schon ein ständiger Begräbniß-Ort gewesen
seyn. Denn in der altpreußischen Sprache heissen
Capernen, Gräber, oder Begräbniß-Oerter; in
welchen noch, Asche, Knochen, in Urnen (oder
Aschen-Todten-Töpfe), nebst demjenigen, so man
denen Todten mitzugeben pfleget, auf Bergen und
in Hügel, theils in Leimen gemauert, theils mit
Feldsteinen befliehen und ausgesetzet , heut zu Tage
gefunden werden.

Hievon ist denn der Name des Orts, vom Vor-
werk und Dorfe Caporn und des gegenwärtigen
ganzen Amts Caporn entstanden.

Mit diesen im Zusammenhange, von der Vier
Brüder-Säule in der Capornschen Heyde und dem
alten vormaligen Schlosse Connowedit, überliefer-
ten gegründeten historishen Nachrichten, wünsche
ich die resp. Leser dieser Abhandlung, auch Freunde
und Liebhaber der alten Geschichte Preussens, gehörig
zu befriedigen.

Footnotes:

  1. Connowedit, soll eines Edelmanns
    Schloß, auf Samland gegen Branden-
    burg über, gewesen seyn, dafür die Erm-
    länder, so es stürmeten, vom Orden ge-
    schlagen wurden, ihr Hauptmann Glappo (AO. 1274.)
    gefangen und zu Königsberg für St. Ni-
    kolas Thor an einer Eichen gehangen, da-
    von der Berg noch, der Glappenberg
    genannt wird. Die Stäte hat lange wüste
    gelegen, ist aber nun wiederum bebauet worden. Es
    wird auch derselbige Berg der Rollberg geheissen x.
    Vid. Casp. Zenneberger Erklärung der Preußischen
    größeren Landschaften oder Mappen de AO. 1595.
    Pag. 58 et 43.
    Ebendaselbst wird das Schloß Connowedit eine
    Burg genannt.
    Item, Casp. Schützen Historia Rerum Prussicarum,
    oder wahrhafte Beschreibung der Lande Preussen x.
    de 1599. Pag. 38½. ↩︎
  2. Ein heydnisches Opfermesser, ohnversehrt, nur daß
    der Haft verrottet ist; ein alt preuß. Ring, wie mit
    grünem Lack überzogen und eine kleine arabische
    Münze, habe ich selbst mit einer Urne an diesem
    Orte ausgegraben.
    Herr L. v. T: nh: m. Ein kleines niedliches Glöck-
    chen von feiner Composition, ebendaselbst. ↩︎

Düppeler Schanzen (+Papier)

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Battle of Dybbøl, 1864: A Pivotal Moment in the Second Schleswig War

In the spring of 1864, one of the key battles of the Second Schleswig War unfolded at the Dybbøl Schanzen, a series of fortifications near the town of Dybbøl in Denmark. On April 18th, after a prolonged bombardment that began on April 7th, Prussian forces launched a decisive assault. The Danish defenders, entrenched within the fortifications, were overwhelmed by the superior numbers and firepower of the Prussian army. This battle marked a turning point in the war, leading to the Treaty of Vienna, where Denmark ceded significant territories to Prussia and Austria. The victory at Dybbøl solidified Prussia’s military reputation and was a critical step towards German unification under Prussian leadership.

Schlacht bei den Düppeler Schanzen, 1864: Ein Wendepunkt im Deutsch-Dänischen Krieg

Im Frühjahr 1864 fand eine der entscheidenden Schlachten des Deutsch-Dänischen Krieges bei den Düppeler Schanzen statt, einer Festungsanlage nahe der Stadt Düppel in Dänemark. Nach einem langanhaltenden Bombardement, das am 7. April begann, stürmten die preußischen Truppen am 18. April die Schanzen. Die dänischen Verteidiger, die sich in den Befestigungen verschanzt hatten, wurden von der überlegenen Zahl und Feuerkraft der preußischen Armee überwältigt. Diese Schlacht markierte einen Wendepunkt im Krieg und führte zum Wiener Frieden, in dem Dänemark erhebliche Territorien an Preußen und Österreich abtrat. Der Sieg bei Düppel festigte den militärischen Ruf Preußens und war ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur deutschen Einigung unter preußischer Führung.


Interestingly I stumbled across a reference to Düppeler Schanzen-Papier (Pyropapier?) in Meyers Großes Konversations-Lexikon, is that a term anybody uses anymore?
Ein gefährliches Spielzeug!


Interessanterweise bin ich in Meyers Großem Konversations-Lexikon auf einen Verweis zum Düppeler Schanzen-Papier (Pyropapier?) gestoßen. Wird dieser Begriff heutzutage noch verwendet?
Ein gefährliches Spielzeug!

Vierbrüdersäule #2 – Die Gedenktafel

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Mehr über die Vierbrüdersäule, aus Die Provinz Ostpreußen : ein Handbuch der Heimatkunde:

Mitten im Walde steht der Vierbrüderkrug,
ein mit einigen Logierhäusern versehenes Gasthaus,
das außer seiner waldigen Umgebung noch eine
historische Merkwürdigkeit aufweisen kann. Dicht
dabei steht nämlich ein eigenartiges Denkmal, die
Vierbrüdersäule. Ursprünglich bestand es aus
einem hohen, mastbaumartigen Pfahl mit vier sich in
rechtem Winkel schneidenden Armen. Jeder Arm
trug einen aus Holz geshnitzten bärtigen Kopf mit
aufgesetztem Helme. Jetzt steht an derselben stelle
eine achteckige massive Säule, die am oberen Ende
die Brustbilder von vier mit Harnisch und Helm
versehenen Männern aufweist. Auf einer an der säule befestigten Tafel
liest man folgende Inschrift:

“Zwölfhundertfünfundneunzig — die Chronik nennt dies Jahr,
Zur Zeit als Ordensmeister Meinhard von Querfurt war,
Da ruhten hier im Haine vier Waffenbrüder aus,
Von sudau’n siegreich kehrend zurück nach blut’gem Strauß.
Da war der wackre Dyvel, der rüst’ge Kobenzell
Und Stobemehl und Röder, ein mutiger Gesell.
Die Treue, die dem Orden sie hatten angelobt,
War schon in Gau’n voll Aufstands im Kampfe oft erprobt.
Sie saßen froh beim Mahle nah Conowedits Schloß,
Da stürzte aus dem Dickicht hervor der Feinde Troß.
Mit Schwert und Spieß und Keule streckt nieder er die Vier.
— Und zum Gedenk der Toten steht diese Säule hier.”

Friedrich III – Thronbesteigung

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Friedrich Wilhelm Nikolaus Karl von Preußen bestieg heute 1888 den Thron, kurz…

Zwei Photos von Friedrich in glücklicheren Tagen aus dem Royal Collection Trust.

Friedrich Wilhelm Nikolaus Karl von Preußen ascended the throne on this day in 1888, briefly…

Two photos of Friedrich in happier days from the Royal Collection Trust.

1866
1874

Die Vierbrüdersäule in der Kaporner Heide

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I recently stumbled across an interesting Russian site, prussia.online, with a vast selection of e-books for download, mostly about Prussia. Plenty in German and English as well as Russian. Admittedly most of them from the metadata seem to be from archive.org but it’s handy to have them all in one place.
I could list a great deal of interesting examples, and no doubt will, but the one that has grabbed my attention the most so far is a book from 1784 about the sadly no longer extant Vierbrüdersäule a couple of miles west of Königsberg.
There’s a small wikipedia article and a YouTube video about the monument, but not too much other information about.

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Alles Gute Fritz!

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Frederick the Great was born this day in 1712, to celebrate this year I bought a copy of Frederick The Great by Nancy Mitford, I’m hoping it’s not too modern in its outlook…

I recently read somewhere (Wikipedia?) that Friedrich was unpopular in Berlin when he died, attributed to Julius Schoeps, who wrote the book I have about the attempted assassination of Bismarck, an author (like most modern authors) I don’t really trust to be honest. Something I need to look into I think.

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Friedrich der Große wurde an diesem Tag im Jahre 1712 geboren. Um seinen Geburtstag in diesem Jahr zu feiern, habe ich mir eine Kopie von “Friedrich der Große” von Nancy Mitford gekauft. Ich hoffe, sie ist nicht zu modern in ihrer Betrachtungsweise…

Kürzlich las ich irgendwo (Wikipedia?), daß Friedrich in Berlin bei seinem Tod unbeliebt war, eine Behauptung, die Julius Schoeps zugeschrieben wird, der das Buch über das Attentat auf Bismarck geschrieben hat, das ich besitze. Ein Autor (wie die meisten modernen Autoren), dem ich ehrlich gesagt nicht wirklich vertraue. Etwas, das ich, denke ich, näher untersuchen sollte.