Ein kleiner Witz

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Ein herzliches Verhältnis bestand zwischen dem Könige und Zieten.  Einst schlummerte der alte Held an der königlichen Tafel ein; als aber die Höflinge ihn wecken wollten, sprach der König: „Laßt ihn schlafen!  Er hat oft genug für uns gewacht.“

Noch ein Jahr vor seinem Tode erschien der greise Zieten mit den übrigen Generalen bei der Parole im Schloß.  Der König reichte ihm die Hand, bedauerte, daß er die Treppen habe heraufsteigen müssen, und fragte ihn nach seiner Gesundheit.  Zieten erwiderte: „Die ist gut; aber ich fühle doch, daß die Kräfte schwinden.“ — „Das stehen muß ihm schwer fallen,“ sprach der König, „geschwind einen Sessel für Vater Zieten!“  Als der alte Held sich durchaus nicht setzen wollte, während sein König sich mühsam auf seinen Krückstock stützte, erklärte Friedrich bestimmt: „Setz´ Er sich alter Vater, sonst gehe ich!  Ich will ihm durchaus nicht lästig werden.“

Die alten Kriegskameraden durften sich dem Könige gegenüber auch wohl ein freies Wort erlauben.  Als der König einst den französishen Witz sehr rühmte, sprach General von Lettow: „Wir haben viel bessere Witze als die Franzosen,“ und als der König das nicht zugeben wollte, fuhr der General fort: „Da ist zuerst Mollwitz, wo Eure Majestät die erste Bataille gewann.  Ferner haben wir Bunzelwitz, wo Eure Majestät so sicher saßen wie im Abrahams Schoß.  Dort sitz mein Freund Prittwitz, der Eure Majestät bei Kunersdorf das Leben rettete, und hier Lestwitz, der mit seinen Grenadieren stets den Nagel auf den Kopf getroffen hat.  Das sind preußische Witze; mit den französischen kann man keinen Hund vom Ofen locken.“
Der König verstand ihn und sagte: „Er hat recht, lieber Lettow!“.

Unser Preußen, S. 155

 

 

Man kann nicht immer gewinnen

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Heute vor 343 Jahren, die (erste) Schlacht bei Fehrbellin. Ein großer Sieg des Großen Kurfürst und Generalfeldmarschall Georg von Derfflinger.

 

 

 

 

 

 

 

Wir sind Bauern von geringem Gut
Und schützen unsern Kurfürsten mit Leib und Blut.

 

Heute vor 261 Jahren, die Schlacht bei Kolin. Sie ist nicht so gut gegangen.

Friedrich Wilhelm IV und Elisabeth Ludovica

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So according to my somewhat hagiographic biography of Graf von Lüttichau the man himself wrote a book about Friedrich Wilhelm IV and his wife Elisabeth Ludovica in 1894. The Graf had been Kammerherr to Elisabeth for the last few years of her life so should have some idea of the subject.
Thanks to the wonder of Abe Books I found a copy, same year and publisher as described in the biography. The binding is not exactly to my taste but it’s an interesting little book nonetheless.

Lüttichau vor Paris (mit Eisernem Kreuz)

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Graf von Lüttichau vor Paris in 1870/1871.

 

 

 

 

 

 

 

 

Er war sehr stolz auf sein Eisernes Kreuz, persönlich am 9. November von Kronprinz Friedrich mit diesen Worten verleihen:

Es gereicht mir zur Freude, einem so braven, lieben Regimentskameraden diese wohlverdiente Auszeichnung selbst anlegen zu können. Nehmen Sie meinen und des Königs Dank für Ihr tapferes Verhalten entgegen!

Maximilian Graf von Lüttichau, ein treuer Diener eines iridischen und himmlischen Königs,  F. Schmidt (1911). S. 117.

Die Schlacht bei Mollwitz

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Heute vor 277 Jahren fand die Schlacht bei Mollwitz statt.

Die Schlacht war eine der denkwürdigsten des Jahrhunderts, weil hier zwei kleine Heere das Schicksal von Schlesien entschieden, und weil die Truppen des Königs sich dabei einen Ruhm erwarben, den weder Zeit noch Neid ihnen entreißen können.

Ausgewählte Werke Friedrichs des Großen, Erster Band.

 

Lüttichau und das Blind’sche Attentat

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Angeblich hat nicht nur Bismarck an Gottes Gnade geglaubt (Graf von Lüttichau in einem Brief von früh 1866).

Schüsse_auf_Otto_von_Bismarck

In Berlin hatte gerade das Blind’sche Attentat auf den Grafen Bismarck sich ereignet, wobei letzterer den Verbrecher selbst an der Kehle gepackt und ihn mit festem Arm der Polizei übergeben hatte. Graf L. schreibt an jenem Tage, es ist noch vor Ausbruch des Krieges:

“Ich kann mir nicht helfen, aber es sieht aus, als wolle Gott dieses Werkzeug in Seiner Hand (Bismarck) noch zur Durchführung großer Pläne benutzen, ehe Er ihn zu sich ruft. Mögen diese Pläne zum Ruhme unseres Vaterlandes ausfallen!”

Maximilian Graf von Lüttichau, ein treuer Diener eines iridischen und himmlischen Königs,  F. Schmidt (ca. 1911). S. 37.