Königin Luise

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Vor 208 Jahren, am 19. Juli 1810, starb Königin Luise von Preußen.

Aber gern denke ich daran zurück und möchte wohl mal jene Stelle im Schiller wieder lesen…

— Friedrich Wilhelm III, nach ihrem Tod (angeblich).

– – – – – – – – – – – – – – Als ich
Die Augen wandte, stand sie mir zur Seite
Und dunkel mächtig, wunderbar ergriff
Im tiefsten Inneren mich ihre Nähe.
Nicht ihres Lächelns holder Zauber war’s,
Die Reize nicht, die auf der Wange schweben,
Selbst nicht der Glanz der göttlichen Gestalt –
Es war ihr tiefstes und geheimstes Leben,
Was mich ergriff mit heiliger Gewalt,
Wie Zaubers Kräfte unbegreiflich weben –
Die Seelen schienen ohne Worteslaut
Sich ohne Mittel geistig zu berühren,
Als sich mein Athem mischte mit dem ihren;
Fremd war sie mir und innig doch vertraut,
Und klar auf einmal fühlt’ ich’s in mir werden,
Die ist es oder Keine sonst auf Erden!

— Friedrich Schiller: Die Braut von Messina

Ein kleiner Witz

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Ein herzliches Verhältnis bestand zwischen dem Könige und Zieten.  Einst schlummerte der alte Held an der königlichen Tafel ein; als aber die Höflinge ihn wecken wollten, sprach der König: „Laßt ihn schlafen!  Er hat oft genug für uns gewacht.“

Noch ein Jahr vor seinem Tode erschien der greise Zieten mit den übrigen Generalen bei der Parole im Schloß.  Der König reichte ihm die Hand, bedauerte, daß er die Treppen habe heraufsteigen müssen, und fragte ihn nach seiner Gesundheit.  Zieten erwiderte: „Die ist gut; aber ich fühle doch, daß die Kräfte schwinden.“ — „Das stehen muß ihm schwer fallen,“ sprach der König, „geschwind einen Sessel für Vater Zieten!“  Als der alte Held sich durchaus nicht setzen wollte, während sein König sich mühsam auf seinen Krückstock stützte, erklärte Friedrich bestimmt: „Setz´ Er sich alter Vater, sonst gehe ich!  Ich will ihm durchaus nicht lästig werden.“

Die alten Kriegskameraden durften sich dem Könige gegenüber auch wohl ein freies Wort erlauben.  Als der König einst den französishen Witz sehr rühmte, sprach General von Lettow: „Wir haben viel bessere Witze als die Franzosen,“ und als der König das nicht zugeben wollte, fuhr der General fort: „Da ist zuerst Mollwitz, wo Eure Majestät die erste Bataille gewann.  Ferner haben wir Bunzelwitz, wo Eure Majestät so sicher saßen wie im Abrahams Schoß.  Dort sitz mein Freund Prittwitz, der Eure Majestät bei Kunersdorf das Leben rettete, und hier Lestwitz, der mit seinen Grenadieren stets den Nagel auf den Kopf getroffen hat.  Das sind preußische Witze; mit den französischen kann man keinen Hund vom Ofen locken.“
Der König verstand ihn und sagte: „Er hat recht, lieber Lettow!“.

Unser Preußen, S. 155

 

 

Man kann nicht immer gewinnen

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Heute vor 343 Jahren, die (erste) Schlacht bei Fehrbellin. Ein großer Sieg des Großen Kurfürst und Generalfeldmarschall Georg von Derfflinger.

 

 

 

 

 

 

 

Wir sind Bauern von geringem Gut
Und schützen unsern Kurfürsten mit Leib und Blut.

 

Heute vor 261 Jahren, die Schlacht bei Kolin. Sie ist nicht so gut gegangen.

Friedrich Wilhelm IV und Elisabeth Ludovica

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So according to my somewhat hagiographic biography of Graf von Lüttichau the man himself wrote a book about Friedrich Wilhelm IV and his wife Elisabeth Ludovica in 1894. The Graf had been Kammerherr to Elisabeth for the last few years of her life so should have some idea of the subject.
Thanks to the wonder of Abe Books I found a copy, same year and publisher as described in the biography. The binding is not exactly to my taste but it’s an interesting little book nonetheless.

Lüttichau vor Paris (mit Eisernem Kreuz)

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Graf von Lüttichau vor Paris in 1870/1871.

 

 

 

 

 

 

 

 

Er war sehr stolz auf sein Eisernes Kreuz, persönlich am 9. November von Kronprinz Friedrich mit diesen Worten verleihen:

Es gereicht mir zur Freude, einem so braven, lieben Regimentskameraden diese wohlverdiente Auszeichnung selbst anlegen zu können. Nehmen Sie meinen und des Königs Dank für Ihr tapferes Verhalten entgegen!

Maximilian Graf von Lüttichau, ein treuer Diener eines iridischen und himmlischen Königs,  F. Schmidt (1911). S. 117.