Schloß Monbijou – Amtlicher Führer

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Die Besessenheit für Schloß Monbijou geht weiter, ob als königlicher Palast oder Hohenzollern Museum.

Monbijou Guide

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist mir unglaublich, daß dieses Buch einst im Schloß war, und nur vor 90 Jahren. Es gibt Fotos, eine ausgearbeitete Beschreibung der Inhalte der einzelnen Räume, und einen schönen Grundriß.

Monbijou Grundriß

Die Herzogin von Sachsen-Meiningen

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289 Jahre später und ich lache immer noch laut über die Herzogin von Sachsen-Meiningen, wenn sie nur gewußt hätte…  Schön als ein jünges Mädchen, sei vorischtig!

Herzogin von Sachsen-Meiningen

 

Die Herzogin von Meiningen kam zuerst an; diese Prinzessin hatte drei Männer gehabt; den Herzog von Curland, den Markgrafen Christian Ernst von Bayreuth, und nun war sie Wittwe des Herzogs von Meiningen. In ihrer Jugend hatte sie sehr gefallen, und man hätte keine bessere Schauspielerin finden können, wie sie, besonders in Character-Rollen, die waren ihr angeboren.

Ihr rundes Angesicht und eine Dicke, die sie beinahe am Gehen hinderte, deuteten hinlänglich an, daß ihr die Freuden der Tafel die liebsten seien; sie betrug sich auf eine freche, gemeine Art; und obschon in die sechszig, war sie aufgeputzt wie ein junges Mädchen, dadurch ward sie noch lächerlicher; mit Edelsteinen bedeckt, und mit tausend Schnurrpfeiferien geschmückt, sah sie aus wie ein Festaltar.

Aus Memoiren der Königlich Preußischen Prinzessin Friedericke Sophie Wilhelmine Markgräfin von Bayreuth. (Leipzig 1887, Erster Band, S. 198-199).

Friedrich Wilhelm IV und die Berliner Bürgerwehr

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Herr Nobiling hätte sich gefreut (vielleicht war er), den König die Bürgerwehr in solche Art loben hören zu können, die Officieren waren vielleicht nicht so froh darüber…

Rede S. M an den Offizieren, 25. März 1848.

Ich freue Mich, wieder in Ihre Mitte zu sein. Es sind Gerüchte im Umlauf, als ob ich nicht ganz frei in meinen Entschlüssen wäre. Ich bin deshalb herüber gekommen und werde in der nächsten Woche mehrere Tage hier in Potsdam verweilen. Mein Erscheinen ist der beste Beweis des Gegentheils.

Außerdem bin Ich herüber gekommen, um mit Ihnen mich über etwas Anderes auszusprechen. Es sind in Berlin ebenfalls Gerüchte verbreitet, als ob unter den Truppen namentlich unter den Officieren eine Diversion beabsichtigt würde. Ich bitte Sie, sich aller Aeußerungen zu enthalten, erstens aus Liebe zu mir,zweitens aus Liebe zum Vaterlande, drittens um die Kraft nicht zu zertheilen, die wir gegen äußere Feinde nöthig haben möchten, wodurch leicht ganz Europa in Gefahr kommen könnte.
Alle meine Kräfte sind für das deutsche Vaterland jetzt in Anspruch genommen, in diesem entscheidensten Augenblicke, wo Deutschland in der höchsten Gefahr ist, sich zu zersplittern. Um diesen Zweck zu erreichen werde ich kein Opfer scheuen, schon den 17., und 18. war alles vorbereitet, ja schon früher, und keine Macht der Welt würde Mich gezwungen haben, anders zu handeln, wenn ich es nicht für das Glück des Deutschen Volkes nothwendig hielte.
Das Benehmen der Truppen ist über alles Lob erhaben, in meiner Sterbestunde werde ich es Ihnen noch gedenken. Truppen, die das geleistet haben, werden unübertreffliches gegen einen äußeren Feind leisten.
Ich weiß nicht, ob das Verhältniß von Berlin Ihnen bekannt ist, es ist ein ganz abnormes Verhältniß. Es giebt keine Obrigkeit, keinen Magistrat, keine Stadtverordneten und dennoch ist durch den Willen der Bürger das Eigenthum und die Person geschützt.
Meine Person ist niemals sichere gewesen, und Ich habe nicht geglaubt, daß die Berliner solche Anhänglichkeit an mich gehabt haben.

Einzelne Redner, 30-40, selbst bis 50, die versucht haben, Reden zu halten und aufzuregen sind durch Bürger, Jungen von 15 Jahren an bis zu Alten von 60 Jahren verhaftet worden.
Ich habe eine ziemlich bedeutende Truppenmasse versammelt und die Armee so aufgestellt längs den Eisenbahnen, damit sie auf meinen Wink gleich bereit sein kann, in dem Falle nämlich, wenn der Pöbel einen Aufstand gegen die Bürger machte und diese desselben nicht Herr werden könnten. Dann sollen sie die bürger unterstützen, um diesen Aufstand nieder zu halten. So wie es aber jetzt steht, glaube ich nicht daß es nothwendig sein wird. Nur wenn die Bürger es wünschen, würde ich noch näher erwägen, ob die Truppen zurückkehren.

(Nach einer Pause, in welcher General von Rohr dem König etwas zuflüsterte, sagte derselbe):

Aber das kann ja nicht mißverstanden werden. Mißverstehen Sie mich nicht, Ich habe gemeint, daß Meine Person seit dem Augenblick, wo die Truppen Berlin verlassen haben, nie sichere gewesen ist, als jetzt.

Denkwürdigkeiten aus dem leben Leopold von Gerlachs

Jakob Clement

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Die Clement Affäre ist eine echte preußische Kuriosität, und hat mich kürzlich bezaubert.

In 1719 hat ein Mann namens (angeblich) Jakob Clement dem König Friedrich Wilhelm I Briefe gezeigt die anscheinend bewies, daß seine Ratgeber Grumbkow und Der Alte Dessauer gegen ihn verschworen hatten. In der Tat war dies wahrscheinlich teils die Wahrheit, aber die Briefe waren Fälschungen.

Wilhelmina zufolge:

Der Mensch war aus Transylvanien und nannte sich Rosenau, er war Sekretär des Prinzen Ragotzky gewesen, den er verriet und verließ, und endlich den Namen Clement annahm, um neue Betrügereien zu unternehmen.

Endlich wurde er enttarnt, verhaftet und hingerichtet.

Es gibt eine tolle Dramatisierung davon in Die Gartenlaube, Heft 28, 1863.

Peter the Great in Berlin

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Finally reading more of Carlyle’s History of Frederick the Great I was pleasantly surprised to find that Peter the Great of Russia begged to stay at Schloß Monbijou during his state visit in 1717 as he wanted some peace and quiet (Book IV, Chapter VII).  The Queen was apparently none too pleased and attempted to remove anything breakable (or is that poetic licence from Carlyle…). As with Königsberg I feel a strange affinity to the place, such a shame that the lovely palace by the river is now a nondescript park.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

The description of parts of the visit Carlyle takes from Wilhelmine of Prussia´s (Fritz´s older sister´s) memoirs so of course I had to buy a copy, in German selbstverständlich, not French, God forbid.